Das WDR-Interview

April 8, 2018

Im Sommer 2017 waren wir zu Besuch beim WDR. Erst jetzt haben wir es geschafft, das komplette Interview aufzuschreiben. Hier ist es.

 

 

 

WDR Interview mit einem Kamerateam

 

Christina Gabriel (Ton) und Kathrin Hartmann (Kamera).

 

Sie zeigen uns zu Beginn ihre Ausrüstung. Ein Tonaufnahmegerät, eine Tonangel und eine große, schwere Kamera.

 

Wir sind nicht jeden Tag im selben Team. Wir sind verschiedene Kameraleute, Tonleute und Autoren. Wir sind immer zu dritt unterwegs. Der Autor ist dabei, um darauf zu achten, dass der Beitrag auch so aufgenommen wird, wie es geplant ist.

 

Wie viele Kollegen haben sie so ungefähr im WDR?

- Die genaue Zahl kann ich dir nicht sagen. Hier in Münster sind es schon einige, so zwischen 50 und 100 schätze ich.

 

Was macht ihr bei eurem Job?

K: Ich bin Kamerafrau und feste Mitarbeiterin beim WDR.

C: Ich bin freie Mitarbeiterin und werde immer vor einem Auftrag angerufen, ob ich Lust und Zeit habe.

 

Gab es mal einen Kamera-Unfall?

K: Du meinst, ob mal etwas schief ging? Ja, einmal war zum Beispiel die Speicherkarte kaputt gegangen. Aber zum Glück waren die Aufnahmen noch drauf und konnten gerettet werden.

C: Und mir ist mal der Ton ausgefallen. Das funktioniert ja alles über Funk. Da war ein Stromkabel gebrochen und der Sender war also gar nicht an. Das habe ich aber erst gemerkt, als es schon zu spät war.

K: Deswegen sollte man nach einem Interview immer mal reinhören, ob alles okay ist.

 

Wen haben Sie schon interviewt?

C: Einige Politiker haben wir interviewt, auch ein paar Sänger, aber die ganz berühmten haben wir noch nicht gehabt.

K: Ich habe die Fantastischen 4 und Hannelore Kraft getroffen.

 

Macht ihnen der Job Spaß?

K: Auf jeden Fall. Ich habe immer schon gerne fotografiert und mich dann weitergebildet zur Kamerafrau.

C: Ich stehe jeden Morgen gerne auf und freue mich auf die Arbeit. Ich finde sie sehr abwechslungsreich. Außerdem freuen sich die meisten, wenn man zu ihnen kommt, weil sie ja dann ins Fernsehen kommen. Und man kommt an Orte, an die man sonst gar nicht kommen würde.

 

Wie sieht ihr Alltag aus?

K: Das ist schön, dass Du nach dem Alltag fragst, denn gerade den haben wir eigentlich gar nicht. Wir haben jeden Tag ein anderes Team und ein anderes Thema.

C: Aber es geht immer so los, dass wir zuerst die Technik prüfen und uns dann gemeinsam mit dem Autor auf das Thema vorbereiten.

 

Arbeitet ihr auch am Wochenende und in der Nacht?

K: Ich arbeite nur von Montag bis Freitag. Die meisten Drehs sind zwischen 8 und 20 Uhr, ganz selten gibt es auch mal Drehs um 5 Uhr früh oder am Wochenende.

C: Ich hatte mal einen Dreh bei einem Bäcker, das ging nachts um 3 los, aber dann hatte ich eben auch schon um 12 Uhr mittags Feierabend.

 

Inwiefern arbeiten Sie mit der ARD zusammen?

K: Eigentlich immer wieder, denn wir machen ja Beiträge, die dann auch in der ARD gesendet werden. Dann müssen wir zum Beispiel auch darauf achten, dass das Mikrofon einen Überzug mit ARD-Logo hat.

 

Wie lange dauert es, einen Beitrag zu erstellen?

K: Wir haben meistens einen Tag für den Dreh. Im Anschluss kommt dann der Schnitt. Das ist entweder am gleichen Tag oder später.

C: Die Grundregel ist, dass man pro Minute, die gesendet wird, eine Stunde Dreh und eine Stunde Schnitt benötigt. Wenn ein Beitrag also drei Minuten lang werden soll muss man ungefähr drei Stunden drehen und drei Stunden schneiden.

 

Was ist die erfolgreichste Sendung des WDR?

K: Boah, so genau wissen wir das nicht. Die Sendung mit der Maus ist natürlich sehr erfolgreich, aber die Sportschau wird teilweise auch vom WDR produziert. Die hat natürlich eine hohe Einschaltquote, das zeichnet den Erfolg ja aus. Aber die Lokalzeit, für die wir arbeiten, gibt es auch schon sehr lange, damit ist sie in gewisser Weise auch erfolgreich.

 

Was ist schwierig an dem Job?

K: Manchmal ist es schwierig, die Tage zu planen, da muss man sich mit der Teamleitung absprechen, damit man nicht dann eingesetzt wird, wenn man gerade ins Kino wollte oder einen anderen Termin hat.

C: Man braucht Kraft, weil die Geräte ziemlich schwer sind und man oft lange steht.

K: Und es gibt manchmal Schwierigkeiten mit Drehsituationen, zum Beispiel in kleinen Räumen oder wenn man von einem hellen Raum in einen dunklen Raum kommt.

 

Was gefällt ihnen nicht an ihrem Job?

C: Bei mir ist es manchmal schwierig, weil ich ja Freiberuflerin bin. Ich weiß dann nie genau, wann ich eingesetzt werde. Aber sonst finde ich alles prima.

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